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„Ich bin doch kein Versuchskaninchen!" Dies ist eine typische Reaktion oder Sorge eines Patienten, mit dem man erstmals über die Teilnahme an einer Therapiestudie spricht Verständlich sind solche Überlegungen schon, will doch der Patient von seinem Arzt einen Vorschlag, wie man seine Erkrankung am besten behandelt. Er will nicht, dass ihm unbekannte Personen oder Institutionen über die Therapie entscheiden oder es gar dem Zufall überlassen wird, welche von mehreren Behandlungsarten durchgeführt wird. |
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Wenn man jedoch Patienten mit Krebserkrankungen erklärt, um was es bei einer Therapiestudie wirklich geht, willigt die Mehrzahl ein. Sie verstehen, dass die Teilnahme an einer Studie viele Vorteile bietet: Seriöse Therapiestudien sind Ergebnisse von langen Diskussionen unter Experten auf dem Boden der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sie setzen oft neue Medikamente ein, die außerhalb von Studien überhaupt nicht zugänglich sind. Unabhängige Ethikkommissionen haben die Protokolle geprüft und gebilligt, und sie legen dabei strenge Maßstäbe an. Begleitende Untersuchungen gehen aus Sicherheitsgründen mehr in Detail als bei Standardtherapien, um Risiken wo weit wie möglich auszuschließen. Der Zwang zur Dokumentation des Behandlungsverlaufs führt dazu, dass Behandlungspläne streng eingehalten werden. Dass dem behandelnden Arzt der Studienleiter dauernd „über die Schulter sieht" führt zu mehr Sicherheit. Alles zusammen ist wahrscheinlich der Grund, warum Behandlungen innerhalb von Studien erwiesenermaßen bessere Ergebnisse erzielen als exakt die gleichen Behandlungen außerhalb von Studien. Wichtig ist, dass der Patient Therapiestudien als Chance sieht, und dass er weiß, dass er seine Einwilligung zur Teilnahme an der Studie jederzeit ohne Angabe von Gründen zurückziehen und die weitere Therapie dann frei wählen kann. Er hat das Recht (und sollte es auch nutzen), ausführliche, schriftliche Informationen und Kopien aller von ihm unterschriebenen Unterlagen zu erhalten. Aus diesen Unterlagen wird er sehr schnell ein Gefühl dafür entwickeln, wie seriös die ihm angebotene Studie ist. Selbsthilfegruppen haben die Bedeutung von Studie seit langem erkannt. Die Deutsche Leukämiehilfehat als Reaktion auf immer wieder geäußerte Fragen und Ängste der Patienten eine gute Broschüre zusammengestellt, die im Internet abrufbarist. Auch in den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken werden viele Studien durchgeführt, alleine in der Inneren Medizin III derzeit über 30! << zurück |
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