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06221/422000: Telefonischer Informationsdienst Krebsschmerz |
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Seit Anfang März können Patienten, Angehörige und Ärzte von Montag bis Freitag, 13:00 - 17:00 Uhr unter der oben genannten Telefonnummer im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg anrufen, wenn Sie Fragen zu Schmerzen bei Krebserkrankungen haben. In Deutschland leiden etwa eine halbe Million Menschen an Krebsschmerzen. Diese sind für viele Patienten das zentrale Problem ihrer Erkrankung, meist viel mehr gefürchtet als alle andere Auswirkungen der Krebserkrankung. Dass Ärzte und Patienten nicht selten zu wenig über die Therapie von Krebsschmerzen wissen, ist kein Geheimnis. Nur etwa 10% der Patienten werden ausreichend behandelt. Bezeichnend ist, dass der pro Kopf-Verbrauch von Morphinpräparaten bei Krebspatienten in Deutschland deutlich niedriger liegt als in den meisten anderen europäischen Ländern (1997 z.B. nur 13% im Vergleich zu Dänemark). Dabei gibt es international abgestimmte, jedem zugängliche Regeln, wie man am besten behandelt. Sie werden allerdings aus Unkenntnis, Unsicherheit und aufgrund von Vorurteilen gegen morphinhaltige Schmerzmittel nicht umgesetzt. Der Telefondienst wurde mit Mitteln des Bundesministerium für Gesundheit eingerichtet. Er erweitert das Angebot des Krebsinformationsdienstesam DKFZ (auch telefonisch unter 06221/410121, 8:00 - 20:00 Uhr). Angepasst an den jeweiligen Wissensstand bieten Experten Rat für Patienten, Angehörige und Ärzte an. Das betrifft Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten, Bezugsquellen für Hilfsmittel, Informationsbroschüren und Adressen schmerztherapeutisch erfahrener Ärzte. Für Spezialfragen besteht eine Hotline zu Ärzten der Universitätskliniken in Heidelberg und Mannheim. In Wiesbaden gibt es mehrere Anlaufstellen für Ratsuchende. Einige niedergelassene Ärzte haben sich auf Schmerzbehandlung spezialisiert (z.B. eine Anästhesiologische Gemeinschaftspraxis) und bieten ähnlich wie die Kliniken (z.B. die Anästhesieabteilung der HSK) die gesamte Palette der Therapieformen von der Tabletten- und Pflasterbehandlung über Schmerzpumpen bis hin zu rückenmarksnahen Infusionen und operativen Schmerztherapien an. Nähere Informationen erhalten Sie im Sekretariat des Onkologischen Schwerpunkts HSK. << zurück |
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