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Aufsehen erregende Therapieergebnisse bei Non-Hodgkin-Lymphomen |
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Wie schon in den vergangenen Jahren war Rituximab (MabThera®, in den USA Rituxan®) eines der Star-Medikamente auf dem diesjährigen Amerikanischen Hämatologenkongress in San Francisco (1.-5.12.2000). Furore hat insbesondere eine französische Studie gemacht, die von den Veranstaltern als eine der 8 Top-Meldungen des Jahres angesehen und daher in der Hauptsitzung des Kongresses präsentiert wurde. Professor Bertrand Coiffier berichtete von 328 Patienten mit fortgeschrittenen Non-Hodgkin- Lymphomen, die mit der Standard-Chemotherapie „CHOP" behandelt wurden. Die Hälfte dieser Patienten erhielt zusätzlich am ersten Tag der Chemotherapie eine Infusion mit Rituximab. Diese kombinierte Therapie war nach den bisher vorliegenden Informationen deutlich effektiver als die alleinige Chemotherapie: |
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Bei 76% der Patienten war nach der Therapie kein Lymphom mehr nachweisbar, und dies hielt nach einer Beobachtungszeit von einem Jahr bei 65% dieser Patienten an. Die Vergleichzahlen bei den nur mit Chemotherapie behandelten Patienten waren nur 60% bzw. 45%. Auch die Überlebenszeit der Patienten scheint durch Rituximab verlängert zu werden. Dies ist allerdings unter Fachleuten umstritten, weshalb weitere Studien erforderlich sind. Eine dieser Untersuchungen ist die multinationale „MINT-Studie", an der auch die Innere Medizin III der HSK teilnimmt. Non-Hodgkin-Lymphome gehören zu den wenigen Krebsformen, deren Häufigkeit immer noch ansteigen. Daten eines amerikanischen Registers zeigen einen Anstieg der Erkrankungen von etwa 4% pro Jahr. Das Besondere an dieser Krebserkrankung ist, dass etwa die Hälfte der Patienten mit einer bestimmten Untergruppe, den „hochmalignen Lymphomen", geheilt werden kann. Rituximab wird von der Fachwelt so hoch gehandelt, weil es als erstes neues Medikament zur Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen seit mehr als 10 Jahren noch bessere Ergebnisse der Therapie verspricht. Dies liegt daran, dass Rituximab die Krebszellen über andere Wege als die schon sehr erfolgreiche Chemotherapie angreift. Seit der Zulassung in den USA im Jahr 1997 sind weltweit mehr als 100.000 Patienten mit Rituximab behandelt worden. Auch in Deutschland bieten hämatologisch-onkologische Fachabteilungen und niedergelassene Fachärzte diese Therapie an. Problematisch sind allerdings die Kosten: Wenn man in Anlehnung an die oben genannte französische Studie 8 Infusionen Rituximab parallel zu der CHOP-Chemotherapie gibt, kosten nur die Rituximab- Infusionen etwa 46.000 DM! Damit sind die Kosten der Therapie etwa 20x höher als bisher! Nähere Informationen zu Non-Hodgkin-Lymphomen finden Patienten z.B. in der von der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe herausgegebenen Informationsbroschüre über Non Hodgkin- Lymphome. Informationen zur Therapie mit Rituximab erhalten Sie u.a. über das Sekretariat des OSP der HSK. << zurück |
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